Is it hot in Nepal? Of course it is, it always is, its almost India. [quote by Rajesh's parents]
Gestern waren wir Souvenirshoppen und heute an einem anderen DurbarSquare - leider genauso eine Enttaueschung wie der, den wir vorher gesehen hatten.
Ich merke, dass meine Laune total vom Wetter abhaengt. Wenn es so heiss ist, fuehle ich mich sterbensunwohl. Von mir aus koennte es den ganzen Tag regnen.
So, in 3min ist die Ekeltrizitaet weg...
Morgen erstes Mal arbeiten, bin gespannt.
7.7.12 15:12


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Mein Tagesablauf ab Sonntag fuer die naechsten paar Wochen:


7:30 Uhr                    Aufstehen
8:00 Uhr                    Fruehstueck
9:35 Uhr                    Ich gehe zu Fuss zu der(normalen) Schule
10:00 bis 11:30 Uhr    2 Stunden Englischunterricht
11:30 Uhr                  Rueckweg zu Fuss
12:00 Uhr                  Mittagessen
12:30 bis 14:45 Uhr    Freizeit (Mittagsschlaf, lesen, Internetcafe..)
14:45 Uhr                  Zu Fuss zur Bushaltestelle
15:00 bis 15:15 Uhr    oder bis 15:45 Uhr / Busfahrt zum Kloster
16:00 bis 16:45 Uhr    1 Stunde Englischunterricht (Moenche)
17:00 bis 17:45 Uhr    Meditation im Kloster
17:45 bis 18:00 Uhr    oder bis 18:30 Uhr / Busfahrt zum Gaestehaus
18:30 bis 20:00 Uhr    Freizeit
20:00 Uhr                  Abendessen
danach: relativ frueh schlafengehen das Haus nach dem Abendessen zu verlassen ist jedenfalls verboten..

 

Wie lange ich mit dem Bus brauche, haengt davon ab, ob es Staus gibt, und die gibt es staendig... das kotzt mich deswegen an, weil die Busse total gequetscht sind, es heiss und holprig ist, was eh schon unangenehm ist, mir wird da aber so richtig, richtig kotzuebel. Ich weiss echt noch nicht, wie ich das machen will.. Insgesamt habe ich generell nicht so viel zu tun und es gefaellt mir immer nochnicht so uuuebermessig, sodass ich darueber nachdenke, schon nach einem Monat zurueckzufliegen, wenn sich die Fluege umbuchen lassen. Meine Laune jedenfalls ist dank Hitze und komplett ueberfluessigem Sprachunterricht grade eher im Keller..

6.7.12 10:25


Hier geht es mir inzwischen ein bisschen besser, gleichzeitig wird aber das Heimweh schlimmer, auch, wenn das seltsam ist.
Wir waren heute auf Sightseeingtour, einige Tempel, z.B. den Affentempel anschauen. Es war ziemlich schoen dort, auch wenn es so von Touristen ueberlaufen war, dass an keiner einzigen Stelle, nichtmal in dem Kloster, in dem wir kurz waren, auch nur ein Hauch von Spiritualitaet zu spueren war. Oder ich bin dafuer einfach nicht empfaenglich.
Waehrend wir von Ort zu Ort gekurvt sind, wurde mir erstens richtig schlecht (wie ich das mit dem taeglichen Busfahren machen will weiss ich echt noch nicht) und zweitens habe ich ein paar Angstgebete Richtung Himmel geschickt. Normalerweise ist das Autofahren hier nicht so schlimm, wie man denkt, es gibt zwar keine Regeln, alles ist eng und gefaehrlich, aber dafuer kommen die Autos selten dazu, schneller als 20 oder 30km/h zu fahren, was die Gefahr wieder etwas aufhebt. Manche Schlagloecher sind dennoch so tief und manche Bergwege so eng, dass man trotzdem Angst haben muss, um-. bzw runterzukippen.
In so ein Schlagloch bin ich auch am Montag so heftig gestolpert, dass Knie und Ellbogen immernoch verschlagen sind und ich beim Gehen noch merke, dass ich meinen Fuss angestaucht oder sowas habe.

Ich habe endlich Kuehe gesehen. Und Affen und Ziegen, nochmehr Huehner und nochmehr Hunde und eine Katze. Ziemlich schwierig, sich bei all den suessen Kaelbern und Welpen zurueckzuhalten, sie nicht zu streicheln. Sie sind zwar nicht aggressiv und beissen, haben aber Floehe.
Sobald man von den Hauptstrassen weg ist, sieht es hier eher so aus, wie ich es mir vorgestellt habe:
Die Menschen tragen eher traditionelle Kleidung, sind sehr arm, fast alle scheinen Bauern zu sein (haben Tiere, verkaufen Reis und Obst), es ist gruen, durchbrochen von nicht fertiggestellten Haeusern und die Kinder spielen mit Autoreifen und Kueken.

Morgen werde ich sowohl zu der Schule als auch in das Kloster gehen, an einem Platz werde ich morgens und an einem anderen Mittags arbeiten. Ich werde nur Samstag freihaben. Wie lange meine totale Arbeitszeit sind wird; keine Ahnung. Angst habe ich aber eher vor langen Busfahrten.
Even (wie sie wohl heisst..) wird wohl definitiv Ende naechster Woche weggehen. Dann kommen zwei neue fuer eine Woche Einfuehrungsprogramm und dann werde ich wohl alleine hier sein. Ich weiss nicht, ob das Anfangsprobleme sind, aber, wow, 7 Wochen kommen mir vor wie eine halbe Ewigkeit. Es ist nicht so sehr die Kultur, die mich irgendwie stoert oder so, wenn ueberhaupt dann die Hitze.
Aber vorallem dass ich bestimmte Leute nicht hier haben kann...
Naja. Wir werden sehen.
Wenn ich jetzt zurueckgehe, werde ich Dal Bhaat in mich reinschaufeln, duschen und dann wohl gleich schlafen (wir haben hier 7 Uhr abends,ist schon dunkel). Ich bin total fertig von dem Tag heute.

5.7.12 15:21


Puh.

Der zweite, heisse Tag. Es ist inzwischen 5 Uhr abends hier und ich fuehle mich komplett geraedert.
Wir haben noch kein anderes Internetcafe gefunden (!) und sind deswegen wieder im 25min entfernten in Thamel.
Im Moment fuehle ich mich noch nicht so wohl hier.

Der Sprachunterricht morgens ist schrecklich. Wir bekommen vorgefertigte Saetze, muessen sie auswendig lernen (was mir garnicht liegt, deswegen kann ich bei der Abfrage fast nichts) und werden dann abgefragt. Da wir nur zu zweit sind, muessen wir alles 5mal machen. Das dauert circa 2,5h. Die Gastfamilie ist angepisst, weil wir kein Nepali lernen, uns ist es genauso unangenehm und die ganze Situation ist etwas uncool.
Die Stadt ist gross und laut und wir als Blondinen werden nur angeglotzt und mit "Namaste! Which paradise you come from?" angesprochen, woraufhin wir genoetigt werden, etwas zu kaufen. Laeuft man wortlos weg, gehen die einem noch eine ganze Weile nach und bequatschen einen. Besonders schlimm ist das, weil man weiss, dass sie wahrscheinlich nichts zu essen kaufen koennen, wenn man ihnen nichts abkauft.
Es ist also nicht wirklich leicht, sich ganz normal auf die Strasse zu trauen, und wenn man es tut, gibt es doch nichts zu sehen. Es reihen sich Kioske an Kioske, dazwischen schlafende Hunde und obdachlose Frauen mit ihren Kindern.

Der Daenin, mit der ich in der Gastfamilie bin, ich weiss nicht, wie sie heisst, es muss irgendwie sowas wie "Eyvenho" sein, ich habe mich nicht getraut, noch 5mal nachzufragen, geht das ziemlich auf den Sack.
Sie hat die ganze Nacht geheult und redet staendig darueber, frueher wieder nach Hause zu fliegen (sie wollte 4 Wochen bleiben).
Nicht grade motivierend, da ich mich im Moment auch nicht so uebermaessig wohl fuehle.

Aber ich mag das Essen. Mittags und Abends gibt es tatsaechlich Dal Bhaat, auch, wenn es anders ist, als ich es mir vorgestellt habe. Die Linsen sind spaerlich in einer Art scharfen Sauce zu finden, dazu gibt es getrennt Basmatireis, gekochte Bohnen und irgendwelche Samen und kalte Karotten. Alles in allem ist es scharf, currylastig und vegan.
Nur morgens muessen wir uns mit 2 Stuecken fadem Toastbrot mit Erdnussbutter oder komisch suesser Marmelade abgeben (Ich denke nicht, dass da auch nur irgendwelche Fruechte drin sind.)

Heute waren wir im Durbar Square, also der Gegend, in der sich die ganzen Hindutempel befinden. Es war nicht so toll, wie ich dachte. Die Tempel sind alle ncihtmehr in Betrieb, der Platz ist von Touris ueberlaufen und es gab nur eine handvoll Leute in wirklich traditioneller Kleidung, und die waren nur so gekleidet, weil sie Geld dafuer verlangen, dass man sie fotografiert.

In meinem Projekt werde ich wohl tatsaechlich fuer eine Stunde taeglich mit dem Bus zur Monastery und wieder zurueck fahren.. Ich halte das fuer Unsinn und wuerde auch gerne mehr Zeit da verbringen, am liebsten auch da wohnen.
Ich habe nichts dagegen, auch 2h am Tag in einer oeffentlichen Schule zu unterrichten, aber eben nicht zum Preis davon, dass ich kaum dazu komme, in dem Kloster zu sein.
Ich werde, wenn ich das Projekt naechste Woche anfange, mit den Leuten darueber reden, auch wenn ich nicht denke, dass es moeglich ist, dort ueber Nacht zu bleiben, in der Gastfamilie bleiben naemlichnur die, fuer die es keine andere Moeglichkeit gibt..
Jedenfalls waere es schon etwas deprimierend, um 8:00 Uhr loszufahren, dann von 8:30 Uhr bis 9:30 Uhr dort zu arbeiten, zurueckzufahren, von 10:00 bis 12:00 in der oeffentlichen Schule zu arbeiten und den Rest des Tages nichts zu tun zu haben.. Hier gibt es naemlich wirklich nicht so viele Moeglichkeiten.

 Fotos versuche ich hochzuladen, sobald es geht, leider ist es in diesem Internetcafe nicht moeglich, die Speicherkarte passt nicht. Ein neues muessen wir aber so oder so suchen, das ist 25Gehminuten entfernt.

3.7.12 13:40


Der Flug war anstrengend.
Ich konnte kein Auge zutun und bin jetzt sicher schon 24h auf den Beinen.
Als ich hier angekommen bin, wurden mir erstmal 20 Euro Trinkgeld abgeknoepft fuer einen Typen, der mir den Koffer 20m weit geschoben hat. Er hat sich als mein Abholer ausgegeben, hatte mein Namensschild dem Echten abgeluchst. Naja, ich habs einfach gegeben bevor er unfreundlich wurde und bin dann ins richtige Auto eingestiegen.
Der Verkehr ist chaotisch, wer hupt hat Vorfahrt, aber dafuer haben die ihre Augen auch echt ueberall. Ich hab heute sicher schon 20 mal gedacht, dass es gleich kracht, und jedes Mal haben das alle geschickt hinbekommen.
Dafuer habe ich noch keine einzige Kuh auf der Strasse gesehen!
Und den Unterschied von arm und reich auch nur so, wie er in Europa ebenfalls vorhanden ist. Aber ich war wohl auch nur im Touriviertel, bisher.

Dafuer gibt es Strassenkoeter im Ueberfluss und fast nur Produkte der grossen Marken, das ist richtig erschreckend. In all den improvisierten Strassenkiosken und auch in einem groeseren Supermarkt, in der ich mit meiner daenischen Mitvoluntaerin (die Einzige. Die Partnerorganisation ist naemlich eine Partnerfamilie mit hoechstens 9 Volontaeren, grade nur wir zwei) war: Coca Cola, Nestle, Unilever.
20 Prozent sind andere Marken und davon vielleicht nochmal 10 auch wirklich typisch nepalesisch, oder das, was ich dafuer halte.

Es ist richtig heiss und der Smog stoert nicht so sehr wie der suessliche Verwesungsgeruch, der aus dem Schlammfluss kommt. Keine Ahnung, was da so alles drinliegt.

Die naechsten Tage jedenfalls werde ich erstmal (Einstiegsprogramm) nur ein bisschen Nepali lernen, was mir meiner Meinung nach nichts nuetzt und viel Freizeit haben.
Bilder habe ich schon gemacht, die kommen online, sobald ich ein naeheres Internetcafe gefunden habe.

2.7.12 10:45


Es sind noch 3 Tage bis es losgeht.
Ich habe monsunfeste Wandersandalen, Vitamintabletten gegen die Dal Bhaat-Einöde, genügend schulterbedeckende Tshirts und Bauchschmerzen vor lauter Flugangst.
27.6.12 13:51


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> 01.07. - 18.08.2012
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